Verstellbare Nasenpads lassen sich an die Nase anpassen und sorgen für einen besseren Sitz. Sie gleichen keine unpassende Grundform aus: Der Steg, also der Teil zwischen den Gläsern, die Fassungsbreite und die Bügellänge müssen von Anfang an passen.
Sitz der Metallbrille prüfen
Die Fassung sollte gerade auf der Nase sitzen und bei normalen Kopfbewegungen an ihrem Platz bleiben. Achten Sie darauf, ob sie unangenehm aufliegt oder rutscht. Hautfett, Schweiß oder Kosmetik können den Halt zusätzlich beeinflussen; rutscht die Brille, ist deshalb nicht automatisch die Fassungsgröße schuld.
Auch die Seiten sollten bequem sitzen. Die Bügel dürfen die Schläfen nicht einengen. Hinter den Ohren sollen sie Halt geben, ohne dort zu drücken. Starker Druck an den Schläfen ist kein verlässliches Zeichen dafür, dass die Brille sicher sitzt.
Prüfen Sie außerdem, ob die Fassung Ihre Wangen oder Augenbrauen berührt. Das kann sich beim Lächeln oder beim Blick nach unten zeigen. Als grobe Orientierung gilt: Die Fassung sollte an den Seiten weder deutlich einengen noch weit über das Gesicht hinausragen. Wie sie tatsächlich sitzt, entscheidet jedoch die Anprobe.
Brillengröße am Bügel lesen
Auf dem Bügel steht häufig eine Zahlenfolge wie 52/18/135. Die erste Zahl bezeichnet die Breite eines Glases, die zweite die Stegbreite zwischen den Gläsern und die dritte die Bügellänge. Alle Angaben werden üblicherweise in Millimetern gemacht.
Die Werte helfen beim Vergleich mit einer Brille, die Ihnen bereits gut passt. Sie garantieren keinen identischen Sitz: Zwei Fassungen mit denselben Zahlen können sich in Form und Trageposition unterscheiden. Nutzen Sie die Angabe daher als Vorauswahl und prüfen Sie anschließend den Sitz auf Nase, an den Schläfen und hinter den Ohren.
Passen Sie Pads und Bügel an
Verstellbare Nasenpads bieten bei vielen Metallbrillen Spielraum. Ein Optiker kann die Pads so einstellen, dass die Fassung höher oder tiefer sitzt und beide Pads gleichmäßig aufliegen. Bei vielen Modellen lassen sich auch die Bügel anpassen.
Diese Einstellungen gleichen kleine Abweichungen aus. Wenn der Steg grundsätzlich nicht zu Ihrer Nase passt oder die Fassung an den Seiten stark einengt, helfen Pads und Bügel allein nicht weiter. Wählen Sie dann lieber eine andere Fassung. Nicht jedes Problem lässt sich nachträglich beheben.
Biegen Sie Metallteile nicht selbst zurecht. Dabei können Teile brechen; beim Erwärmen besteht zudem die Gefahr, die Beschichtung der Gläser zu beschädigen. Rutscht die Brille oder sitzt sie schief, lassen Sie sie beim Optiker prüfen und anpassen. Das gilt auch, wenn sie Druckstellen verursacht.
Wählen Sie die Form nach Ihrem Stil
Regeln zur Gesichtsform können bei der Auswahl helfen. Zum Beispiel empfehlen manche, eckige Fassungen als Gegenpol zu runden Gesichtszügen zu wählen. Solche Zuordnungen sind Stilhinweise, keine verlässliche Passformregel. Gesichter verbinden oft mehrere Formen, und persönliche Vorlieben spielen ebenfalls eine Rolle.
Achten Sie beim Vergleich auf die Linien der Fassung und darauf, wie sie zu Ihren Augenbrauen und Ihrer Gesichtsform wirkt. Probieren Sie unterschiedliche Formen aus. Ob eine Brille bequem sitzt, zeigt sich aber erst beim Tragen: Auch eine stilistisch passende Fassung muss an Nase, Schläfen und Ohren angenehm sitzen.
Berücksichtigen Sie Ihre Gläser
Bei einer Korrektionsbrille kommt es auch darauf an, wie die Gläser vor Ihren Augen sitzen. Deshalb muss die Fassung angepasst werden, bevor die Gläser angefertigt werden. Wenn Sie die Brille abholen, sollte der Optiker sie so einstellen, wie Sie sie tragen, und prüfen, ob sie gerade und bequem sitzt.
Bei Gleitsichtgläsern kommt es besonders genau darauf an, wie die Fassung beim Tragen sitzt. Die Gläser müssen so eingesetzt und die Fassung so angepasst sein, dass Sie durch die vorgesehenen Bereiche blicken können. Wenn Sie eine neue Korrektionsbrille bestellen, lassen Sie sich daher nicht allein von den Größenangaben am Bügel leiten.