Sitz an Nase und Ohren prüfen
Der Nasensteg sollte aufliegen, ohne Druckstellen zu verursachen. Bei einer Fassung mit Nasenpads sollten beide Auflagen gut auf der Nase sitzen. Flexible Pads lassen sich anpassen; bei Kunststofffassungen ist der Nasenbereich meist schwieriger zu verändern.
Die Bügel sollen hinter den Ohren Halt geben, ohne die Schläfen einzuengen. Achten Sie darauf, ob die Brille nach vorn rutscht. Prüfen Sie auch, ob sie wackelt oder beim Lächeln auf die Wangen stößt. Auch die Wimpern dürfen die Gläser nicht berühren. Die Brille sitzt sicher, wenn sie an den richtigen Stellen aufliegt und nicht unangenehm eng ist.
Abdeckung und Bewegungsfreiheit abgleichen
Gläser, die ungefähr von den Augenbrauen bis zu den Wangenknochen reichen, schützen die Augen vor Licht von oben und unten. Breitere oder leicht gebogene Fassungen können auch seitlich besser abschirmen. Sie müssen trotzdem genügend Abstand zu Wangen und Wimpern lassen.
Setzen Sie die Brille auf und bewegen Sie den Kopf nach links und rechts, um den Sitz zu prüfen. Sie sollte dabei nicht verrutschen und Ihre Sicht nicht behindern. Für Sport zählt ein besonders fester Sitz. Eine sportlich geformte Sonnenbrille ist allerdings nicht automatisch für sportliche Aktivitäten geeignet.
Gesichtsform als Stilhilfe nutzen
Die folgenden Vorschläge können die Auswahl erleichtern. Sie geben Stilideen, sind aber keine festen Regeln für Komfort oder Schutz.
| Gesichtsform | Mögliche Stilrichtung |
|---|---|
| Oval | Viele Fassungsformen kommen infrage. Achten Sie vor allem auf Größe und persönlichen Geschmack. |
| Rund | Eckige oder leicht kantige Fassungen setzen einen Kontrast. |
| Eckig oder quadratisch | Runde und weichere Konturen bilden einen Gegenpol zu markanten Linien. |
| Herzförmig oder nach unten schmaler | Leichte, schlichte Fassungen können die Proportionen ausbalancieren. |
| Lang oder rechteckig | Runde oder stärker ausgeprägte Fassungen setzen einen optischen Kontrast. |
Solche Empfehlungen fallen je nach Ratgeber unterschiedlich aus. Eine Studie mit 291 Studierenden fand, dass sie je nach Gesichtsform keine unterschiedlichen Sonnenbrillen bevorzugten. Sie untersuchte jedoch weder den tatsächlichen Sitz noch den Tragekomfort. Probieren Sie daher auch Fassungen an, die nicht der üblichen Empfehlung für Ihre Gesichtsform entsprechen.
Druckstellen fachgerecht anpassen lassen
Wenn die Brille rutscht oder an Nase, Ohren oder Schläfen drückt, lassen Sie sie von einer Optikerin oder einem Optiker anpassen. Das gilt besonders, wenn die Fassung sonst gut sitzt. Ziehen Sie sie nicht einfach enger, wenn dadurch Druck entsteht. Bei anhaltenden Beschwerden lohnt es sich, eine andere Fassungsform oder einen besser passenden Nasenbereich zu wählen.
UV-Schutz unabhängig von der Passform prüfen
Eine gut sitzende Fassung verbessert die Abdeckung und hält seitlich einfallendes Licht eher ab. Den UV-Schutz erkennen Sie jedoch nicht an der Dunkelheit der Gläser: Auch helle Gläser können UV-Strahlung filtern, während eine dunkle Tönung allein keinen ausreichenden Schutz belegt. Prüfen Sie die Kennzeichnung zum UV-Schutz oder lassen Sie sich dazu von einer Optikerin oder einem Optiker beraten.