Prüfen Sie zuerst, ob die Brille sicher sitzt, ohne zu drücken, und Ihre Augen mittig hinter den Gläsern liegen. Danach zählt, ob die Panto-Form Ihrem Stil entspricht.
Auf Breite und Sitz achten
Die Fassung sollte ungefähr zu Ihrer Gesichtsbreite passen. Ist sie zu schmal, drücken die Ränder möglicherweise an den Schläfen. Eine deutlich zu breite Brille kann rutschen, sodass Ihre Augen nicht mittig hinter den Gläsern stehen. Sonnenbrillen fallen mitunter bewusst breiter aus; bei einer Brille mit Sehstärke zählt neben dem Aussehen auch, dass die Gläser passend vor den Augen sitzen.
Achten Sie besonders auf den Steg, also den Teil der Fassung, der auf der Nase aufliegt. Die Brille sollte dort weder unangenehm drücken noch ständig herunterrutschen. Verstellbare Nasenpads lassen sich anpassen. Bei vielen Kunststofffassungen lässt sich die Nasenpartie weniger gut anpassen. Deshalb sollte sie beim Anprobieren bereits gut sitzen.
Auch die Bügel müssen passen: Sie sollen die Brille halten, ohne an den Schläfen oder hinter den Ohren zu drücken. Lächeln Sie beim Anprobieren und prüfen Sie, ob die Fassung dabei an den Wangen anstößt. Ein kurzer Blick von vorn hilft außerdem einzuschätzen, ob Ihre Augen natürlich in den Gläsern stehen.
Größenangaben richtig lesen
Auf dem Bügel stehen häufig drei Maße, zum Beispiel 50–19–135. Sie geben die Glasbreite, die Stegbreite und die Bügellänge in Millimetern an. Diese Zahlen sind ein guter Ausgangspunkt, wenn Sie die Werte Ihrer aktuellen Brille kennen und mit einer neuen Panto-Fassung vergleichen möchten.
Gleiche Zahlen bedeuten allerdings nicht automatisch gleichen Sitz. Auch die Form des Stegs und die Gesamtbreite beeinflussen den Sitz. Die Bügelform wirkt sich darauf aus, wie die Brille auf Nase und Ohren sitzt. Vergleichen Sie daher die Maße und probieren Sie die Fassung nach Möglichkeit an. Eine einzelne Glasbreite reicht für die Auswahl nicht aus.
Gesichtsform als Stilhilfe nutzen
Panto-Fassungen wirken durch ihre Rundungen oft weich und klassisch. Größe, Material und Form des oberen Randes verändern den Eindruck. Empfehlungen zu Gesichtsformen sind deshalb eher Hinweise zum gewünschten Stil als feste Passformregeln.
Eine rundere Fassung kann bei einem eckigen Gesicht einen weicheren Eindruck erzeugen. Wer ein rundes Gesicht markanter wirken lassen möchte, bevorzugt vielleicht eine eckigere Fassung. Panto-Brillen werden zugleich für verschiedene Gesichtsformen empfohlen. Entscheidend ist, ob Ihnen die Wirkung gefällt und die konkrete Fassung bequem sitzt.
Sehstärke mitbedenken
Bei einer Korrektionsbrille muss die Fassung zu den vorgesehenen Gläsern passen. Die Sehstärke und der Verwendungszweck beeinflussen, welche Glasgröße und -form geeignet sind. Bei Mehrstärkengläsern, die mehrere Sehbereiche abdecken, ist auch die Höhe wichtig, an der die Gläser vor den Augen sitzen.
Lassen Sie sich bei höheren Korrektionswerten oder Mehrstärkengläsern beraten, bevor Sie sich auf eine bestimmte Fassung festlegen. Der Augenoptiker prüft, ob die Glasform passt, und richtet die Brille nach der Fertigung so aus, dass sie richtig vor den Augen sitzt. Das Gewicht von Fassung und Gläsern beeinflusst ebenfalls, wie angenehm die Brille im Alltag sitzt.
Vorhandene Brille als Vergleich nehmen
Wenn Sie bereits eine gut sitzende Brille tragen, notieren Sie deren Größenangaben und nutzen Sie sie als Orientierung. Achten Sie beim Vergleich trotzdem auf die Gesamtbreite, den Nasensteg und die Bügelform. Eine Panto-Fassung mit ähnlichen Zahlen kann sich wegen ihrer anderen Konstruktion anders anfühlen.
Drückt die neue Brille, rutscht sie oder sitzt sie nach dem Einsetzen der Gläser anders als erwartet, lassen Sie sie beim Augenoptiker anpassen. Der Augenoptiker kann Nasenauflage oder Bügel leicht anpassen, damit die Brille besser sitzt. Wenn die Brille weiterhin drückt, lassen Sie die Ursache prüfen, statt sie einfach weiterzutragen.