Prüfen Sie zuerst den Sitz
Die Fassung sollte auf der Nase stabil aufliegen, ohne schmerzhaft zu drücken. An den Schläfen sollte sie nicht spannen. Die Bügel sollen hinter den Ohren Halt geben, ohne dort zu ziehen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Gläser weder die Wimpern noch die Wangen berühren.
Bewegen Sie beim Anprobieren den Kopf in verschiedene Richtungen. Prüfen Sie beim Blick nach unten, ob die Brille rutscht. Neigen Sie den Kopf leicht und achten Sie darauf, ob die Fassung gerade sitzt. Druckstellen zeigen, dass die Fassung angepasst werden muss oder ihre Form nicht zu Ihrem Kopf passt.
Prüfen Sie dabei Folgendes:
- Liegt der Steg oder liegen die Nasenpads stabil und möglichst gleichmäßig auf?
- Bleibt die Fassung an den Schläfen angenehm und ragt nicht deutlich über das Gesicht hinaus?
- Sitzen die Bügel bequem hinter den Ohren?
- Haben Gläser und Fassung genug Abstand zu Wimpern und Wangen?
Rutscht oder drückt die Brille, lassen Sie sie beim Optiker anpassen. Biegen oder erwärmen Sie die Fassung nicht selbst: Je nach Bauart kann sie dabei beschädigt werden.
Lesen Sie die Fassungsmaße
Auf vielen Brillen stehen drei Maße in Millimetern: die Glasbreite, die Stegbreite und die Bügellänge. Vergleichen Sie die Maße mit einer Brille, die Ihnen gut sitzt. Stimmen sie ungefähr mit denen der neuen Fassung überein, haben Sie einen guten Ausgangspunkt für die Auswahl.
Die Zahlen allein sagen jedoch nicht, ob die Brille bequem sitzt. Auch die Form des Stegs, die Position der Nasenpads und der Verlauf der Bügel beeinflussen den Halt. Eine zu schmale Fassung kann an den Schläfen drücken, eine zu breite kann rutschen. Ein zu enger Steg kann Druckstellen verursachen, ein zu weiter lässt die Brille leichter nach unten gleiten. Die Anprobe bleibt daher entscheidend.
Achten Sie auf Steg und Nasenpads
Titanfassungen gibt es mit verstellbaren Nasenpads und mit einem fest geformten Nasenbereich. Der Optiker kann verstellbare Pads nutzen, um die Sitzhöhe und die Stelle anzupassen, an der sie auf der Nase aufliegen. Auch Form und Abstand der Pads sind wichtig. Sie müssen zur Nase passen und dürfen nicht an einzelnen Stellen unangenehm drücken.
Ein fester Steg kann gut sitzen, wenn seine Form zur Nase passt. Sitzt die Brille damit zu tief oder zu hoch, lässt sich das nicht auf dieselbe Weise korrigieren wie bei verstellbaren Pads. Prüfen Sie den Sitz deshalb besonders sorgfältig, bevor Sie sich für ein Modell entscheiden.
Beziehen Sie die Gläser ein
Das Gesamtgewicht hängt nicht nur von der Fassung ab. Auch Glasgröße, Glasmaterial und Sehstärke wirken sich darauf aus. Eine besonders große Fassung kann deshalb trotz leichter Titanfassung als fertige Brille schwerer ausfallen, als Sie erwarten.
Bei hohen Sehstärken beeinflusst die Glaswahl auch, welche Fassung sich eignet. Für Mehrstärkengläser, etwa Gleitsichtgläser, zählt zusätzlich die Höhe, in der die Gläser vor den Augen sitzen. Lassen Sie deshalb vor der endgültigen Anfertigung fachlich prüfen, ob die Gläser passend vor Ihren Augen sitzen und ausgerichtet sind.
Wählen Sie die Fassung für Ihren Alltag
Eine eckige oder runde Fassung verändert die Wirkung im Gesicht. Die Gesichtsform kann Ihnen dabei als Stilhinweis dienen, ersetzt aber keine Passformprüfung. Achten Sie vor allem darauf, dass die Fassung nicht deutlich über Ihr Gesicht hinausragt und Sie gut durch die Gläser sehen.
Überlegen Sie auch, wann Sie die Brille tragen. Für den täglichen Gebrauch sollte sie bei typischen Bewegungen sicher sitzen und über längere Zeit angenehm bleiben. Besprechen Sie bei der Auswahl, wie Sie die Brille nutzen, besonders wenn Sie häufig zwischen mehreren Sehhilfen wechseln oder eine besondere Glaskorrektur benötigen.
Was Titan für den Sitz bedeutet
Titan kann eine leichte und belastbare Fassung ermöglichen. Ob die fertige Brille angenehm sitzt, hängt trotzdem von der Passform, der Bauart und den Gläsern ab. Es gibt keine allgemeingültigen Maße, die für jedes Gesicht passen, und auch Titan allein verspricht keinen druckfreien Sitz.
Lesen Sie bei empfindlicher Haut auch die Materialangaben der Brille. Die Bezeichnung „Titan“ sagt nicht automatisch aus, woraus alle Teile bestehen. Nasenpads, Beschichtungen und Bügelenden können andere Materialien enthalten. Fragen Sie bei bekannten Hautreaktionen nach den Materialien der Teile, die Ihre Haut berühren.























