KI-generiertes Symbolbild: Frau mit Brille

Rutscht Ihre Brille, sitzt die Fassung oft nicht richtig oder die Stellen, an denen sie Ihre Haut berührt, sind verschmutzt. Schweiß, Hautfett und Kosmetik verringern den Halt. Auch ein unpassender Nasensteg, falsch sitzende Bügel oder lockere Scharniere kommen infrage.

Reinigen Sie zuerst diese Stellen. Rutscht die Brille weiter, lassen Sie beim Optiker prüfen, ob sie richtig sitzt. Sie sollte stabil und waagerecht sitzen, ohne an Nase, Schläfen oder hinter den Ohren zu drücken.

Warum die Brille rutscht

Der Nasensteg muss zur Form Ihrer Nase passen. Bei Fassungen mit verstellbaren Nasenpads, den kleinen Auflagen auf der Nase, lässt sich deren Position anpassen. Ein fester Steg aus Kunststoff lässt sich nur eingeschränkt anpassen und sollte deshalb schon beim Kauf gut auf Ihrer Nase sitzen. Ist der Steg zu weit, fehlt Halt; sitzt er zu eng, kann er Druckstellen verursachen.

Auch die Bügel müssen zur Kopfform passen. Zu kurze Bügel halten hinter den Ohren möglicherweise nicht ausreichend. Zu lange oder ungünstig verlaufende Bügel können ebenfalls rutschen. Die Bügel enger zu stellen hilft nicht immer: Drücken die Bügel am Hinterkopf nach oben, schieben sie die Brille nach vorn. Entscheidend ist, dass Länge und Verlauf der Bügel zu Ihrem Kopf passen.

Mit der Zeit können sich Scharniere und Schrauben lockern, etwa durch häufiges Auf- und Absetzen oder Zusammenklappen. Schweiß, Hautfett, Make-up und reichhaltige Cremes setzen sich zudem an Nasenpads und Bügeln fest und verringern dort den Halt. Gewicht und Bauform der Fassung spielen ebenfalls eine Rolle.

Brille reinigen und anpassen lassen

Reinigen Sie Nasensteg, Nasenpads und Bügel an den Stellen, die Ihre Haut berühren. Verwenden Sie dafür geeignete Brillenpflege. Bleibt die Brille nicht an ihrem Platz, lassen Sie Nasenpads, Bügel und Scharniere von einem Optiker prüfen. Ein Optiker kann die Fassung anpassen, soweit Material und Bauform das zulassen.

Biegen oder erhitzen Sie die Bügel nicht auf eigene Faust. Fassungsmaterialien unterscheiden sich, und eine falsche Veränderung kann den Sitz verschlechtern oder die Fassung beschädigen. Wenn sich die Brille trotz Anpassung nicht stabil tragen lässt, besprechen Sie mit dem Optiker, ob die Fassung selbst zu Ihrer Gesichts- und Nasenform passt.

Silikonpads und Brillenband

Silikon-Nasenpads oder Überzüge für die Bügel können in manchen Fällen zusätzlichen Halt geben. Ein Brillenband sichert die Brille bei schnellen Bewegungen, etwa beim Sport, gegen das Herunterfallen. Solche Hilfsmittel ersetzen jedoch keine passende Fassung. Es gibt keine unabhängigen Vergleichsdaten dazu, welches Hilfsmittel am besten wirkt oder am längsten hält.

Warum der Sitz wichtig ist

Die Fassung bestimmt, wo die Gläser vor den Augen sitzen. Verrutscht sie, verändert sich diese Position. Bei Mehrstärken- und Gleitsichtgläsern ist die Ausrichtung besonders wichtig, weil die verschiedenen Sehbereiche an bestimmten Stellen im Glas liegen.

Eine schlecht angepasste Brille kann mit Beschwerden wie Ermüdung, Schwindel oder Kopfschmerzen einhergehen. Solche Beschwerden beweisen aber nicht, dass das Rutschen die Ursache ist. Wenn Sie anhaltend unscharf sehen oder sich mit der Brille unwohl fühlen, lassen Sie sowohl den Sitz als auch die Gläser überprüfen.

Worauf Sie bei einer neuen Fassung achten

Probieren Sie die Fassung in Ruhe an und achten Sie darauf, ob sie gerade sitzt und bei normalen Kopfbewegungen an ihrem Platz bleibt. Sie sollte weder auf der Nase drücken noch an den Schläfen oder hinter den Ohren einschneiden. Besprechen Sie mit dem Optiker, ob sich Nasenpads und Bügel anpassen lassen und ob das Gewicht der Fassung für Sie angenehm ist.

Eine Fassung mit festem Kunststoffsteg lässt sich anders anpassen als ein Modell mit beweglichen Nasenpads. Wenn eine Fassung wiederholt rutscht oder nur unter unangenehmem Druck hält, passt ihre Form womöglich nicht gut zu Ihrem Gesicht. Auch Fassung und Gläser sollten gemeinsam betrachtet werden, damit die Gläser passend vor den Augen sitzen.

Quellen