Achten Sie auf die Fassungsbreite. Prüfen Sie auch, wie die Bügel sitzen und wo die Gläser vor Ihren Augen stehen. Angaben wie „schmal“ oder „mittel“ helfen bei der Vorauswahl, ersetzen aber nicht das Anprobieren.
Prüfen Sie zuerst den Nasensteg
Die Fassung sollte auf Ihrer Nase gleichmäßig aufliegen, ohne zu rutschen oder unangenehm zu drücken. Sitzt der Steg zu locker, wandert die Brille leichter nach unten. Ist er zu eng oder liegt ungünstig auf, entstehen Druckstellen. Bei Kunststofffassungen lässt sich der Nasenbereich oft nur begrenzt anpassen. Wählen Sie daher keine Fassung, die an der Nase deutlich schief oder instabil sitzt, in der Hoffnung, dass sich das später vollständig korrigieren lässt.
Die genaue Passform hängt von der Form der Fassung und Ihrer Nase ab. Eine Kunststofffassung ohne verstellbare Nasenpads sollte sich bereits beim kurzen Tragen sicher anfühlen. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie den Sitz vor dem Kauf von einer Augenoptikerin oder einem Augenoptiker beurteilen.
Achten Sie auf Breite und Bügel
Die Fassung sollte zu Ihrem Gesicht passen. Sie darf an den Schläfen nicht einengen und sollte nicht deutlich über das Gesicht hinausragen. Dafür gibt es keine feste Millimeterregel. Die Form der Fassung beeinflusst, wie sie aussieht und sitzt.
Die Bügel sollen an den Schläfen keinen spürbaren Druck erzeugen. Hinter den Ohren dürfen sie leicht Halt geben, ohne zu schmerzen. Bewegen Sie bei der Anprobe den Kopf: Die Brille sollte dabei nicht ständig verrutschen. Bügel lassen sich häufig fachgerecht anpassen. Zu kurze Bügel bleiben jedoch ein Problem, wenn sie hinter den Ohren nicht ausreichend Halt geben.
Nutzen Sie die Größenangaben als Vergleich
Auf dem Bügel stehen häufig drei Zahlen, zum Beispiel 50–20–145. Sie bezeichnen in der Regel die Glasbreite, die Stegbreite und die Bügellänge in Millimetern. Die Zahlen Ihrer bisherigen Brille sind ein guter Ausgangspunkt, wenn diese bequem sitzt. Suchen Sie bei der Vorauswahl nach ähnlichen Maßen und vergleichen Sie anschließend den tatsächlichen Sitz.
Die Maße garantieren keinen passenden Sitz: Zwei Fassungen mit denselben Maßen können sich wegen ihrer Form unterschiedlich anfühlen. Die Glasbreite gibt außerdem keinen vollständigen Aufschluss über die Gesamtbreite. Prüfen Sie deshalb immer, ob die Fassung auf der Nase ruhig sitzt und die Bügel angenehm anliegen.
Wählen Sie die Form nach Ihrem Stil
Empfehlungen zur Gesichtsform geben eine grobe Orientierung für die Optik. Sie sagen jedoch nicht, ob der Nasensteg passt oder die Bügel bequem sitzen. Gesichtsformen sind oft Mischformen, und auch Augenbrauen, Gesichtslänge und Gesichtszüge beeinflussen, wie eine Fassung wirkt.
Wenn Sie Ihr Gesicht optisch stärker horizontal unterteilen möchten, kann eine markante Fassung mit deutlicher Querlinie eine Möglichkeit sein. Entscheidend ist, ob Ihnen der Eindruck gefällt. Beurteilen Sie die Form deshalb im Spiegel und bei normalem Licht. Sitzt die Brille unbequem, geben Sie dem Tragekomfort Vorrang vor der Stilregel.
Stimmen Sie die Fassung auf Ihre Gläser ab
Bei Brillen mit Sehstärke müssen Fassung und Gläser zusammenpassen. Bei Gleitsichtgläsern und anderen Gläsern mit mehreren Sehstärken zählen zusätzlich die Höhe der Fassung und die genaue Position der Gläser vor Ihren Augen. Eine passende Größenangabe im Onlineshop reicht dafür nicht aus. Lassen Sie die Auswahl und die spätere Zentrierung, also die genaue Ausrichtung der Gläser vor Ihren Augen, von einer Augenoptikerin oder einem Augenoptiker prüfen.
Achten Sie auch darauf, dass die Brille gerade sitzt und beim Blick durch die Gläser eine natürliche Haltung ermöglicht. Eine zu hoch oder schief sitzende Fassung kann die Sicht beeinträchtigen, besonders bei Mehrstärkengläsern.























